Titelüberwachung Wer einen zahlungsunwilligen Kunden bis in das gerichtliche Mahnverfahren zerrt und am Ende sogar einen Vollstreckungsbescheid bekommt, der ist noch nicht unbedingt am lange ersehnten Ziel. Auch dieser so genannte Vollstreckungstitel hilft einem nämlich leider wenig, wenn der Kunde weiter hartnäckig nicht zahlen will oder aber auch gar nicht zahlen kann, weil bei ihm derzeit absolut nichts zu holen ist. Dann ist der ganze Titel praktisch wertlos, und viele Unternehmen geben in einem solchen Fall dann relativ schnell auf, da die fälschliche Ansicht verbreitet ist, man könne dann eben nichts mehr machen. Das ist allerdings so nicht richtig.

Etliche Inkassounternehmen beispielsweise bieten eine so genannte Titelüberwachung an. Das ist natürlich eine Sache, die sich bei sehr kleinen Geldbeträgen nicht wirklich lohnen wird, je größer die Summen jedoch werden, desto interessanter wird es. Für viele Unternehmen hat es sich schon mehr als ausgezahlt, dass sie ein Inkassobüro mit der Titelüberwachung beauftragt haben. Typische Bereiche, die die Titelüberwachung beinhaltet, sind etwa die sofortige Meldung des Titels bei der SCHUFA. Außerdem werden die Profis des Inkassounternehmens, welche tagtäglich mit derartigen Fällen zu tun haben, umfangreiche Ermittlungen anstellen. Gegebenenfalls mit Hilfe von Privatdetektiven lassen sich die Aufenthaltsorte oder Wohnorte von Schuldnern, die von der Bildfläche verschwunden sind, ermitteln und deren Arbeitgeber aufspüren. Auch das Herausfinden von Bankverbindungen ist im Rahmen der Titelüberwachung möglich. Schließlich wird regelmäßig kontrolliert, in welcher Art und Weise sich die persönlichen und wirtschaftlichen Lebensumstände des Schuldners verändern, so dass es jederzeit möglich ist, geeignete Maßnahmen einzuleiten, sobald es danach aussieht, als können man dort wieder Geld holen.

Eine Titelüberwachung hat schon vielen Gläubigern zum Teil nach vielen Jahren erst zu ihrem wohlverdienten Geld verholfen, und in einem solchen Fall ist die Freude naturgemäß besonders groß, wenn man Zahlungen erhält, mit denen man im Grunde genommen schon gar nicht mehr gerechnet hatte.








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