Schufa
Die Schufa ist eine deutsche Wirtschaftsauskunftei mit privatwirtschaftlicher Organisation.

Die Schufa Holding AG wurde 1927 in Berlin gegründet, damals noch unter dem Namen „Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung“. Die Gründer waren Robert Kaufmann und die Brüder Walter und Kurt Meyer. Nacheinander gründeten sich weitere Schufa Gesellschaften in den einzelnen Regionen Westdeutschlands, welche sich 1952 zusammengeschlossen haben. Im Jahre 2002 bekam die Schufa schließlich ihren heutigen Namen. Der Leiter der Schufa ist Michael Freytag. Während früher alles schriftlich festgehalten wurde, stellte man um 1970 alles auf elektronische Datenverarbeitung um. Demzufolge fiel die Schufa unter das Bundesdatenschutzgesetz und musste sich ab sofort daran halten. Daraufhin wurde 1985 die so genannte Schufa-Klausel eingerichtet. Diese besagt, dass Kundendaten nur nach vorheriger Erlaubnis des Kunden an die Schufa übermittelt werden dürfen. Neben persönlichen Kundendaten wie Name, Wohnort und Geburtstag werden aber auch alle Konten eines Kunden geführt, genauso wie offene Forderungen oder eidesstattliche Versicherungen. Alle gespeicherten Daten werden nicht ausschließlich von der Schufa selbst ermittelt. Oftmals geben auch Banken oder anderen Gesellschaften entsprechende Daten an die Schufa weiter. Einmal gespeicherte Daten können jedoch auch wieder gelöscht werden. Dies trifft zum Beispiel dann zu, wenn eine entsprechende Forderung komplett zurückgezahlt wurde. In der Regel werden die Daten dann innerhalb von drei Jahren gelöscht.

Aktuell sind in der Schufa über 400 Millionen einzelne Kundendaten gespeichert. Diese helfen vor allem Banken oder Kreditinstitute dabei, eine entsprechende Kreditwürdigkeit zu prüfen. Aber auch der Kunde selbst kann sich Auskunft über seine gespeicherten Daten einholen. Jeder Kunde kann einmal im Jahr eine entsprechende Übersicht schriftlich beantragen.