Die Kreditwürdigkeit gibt darüber Auskunft ob jemand einem Kredit würdig ist oder nicht. Sie betitelt also die Eigenschaft einer juristischen oder natürlichen Person, aufgenommene Schulden innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zurückzahlen zu können.
Darüber hinaus spielt aber nicht nur die wirtschaftliche Kreditwürdigkeit eine Rolle, sondern auch die persönliche Kreditwürdigkeit. Bei der persönlichen Kreditwürdigkeit geht es um den Willen und um die Zuverlässigkeit der jeweiligen Person. Möchte der Kreditnehmer den Kredit auch wirklich zurückzahlen. In der Finanzwirtschaft wird anstelle von Kreditwürdigkeit auch häufig das Wort „Bonität“ verwendet. Vor jeder Gewährung eines Kredites prüft die Bank die Kreditwürdigkeit des möglichen Kreditnehmers. Entweder holt sich sie sich Auskunft bei anderen Banken oder prüft die Bonität durch verschiedene Wirtschaftsauskunfteien. Eine mögliche Kreditwürdigkeit wird außerdem mit Hilfe interner Daten geprüft, dass sich die Kunden oftmals Kredite von ihrer Hausbank erhoffen. Je nach Art des Kreditnehmers, werden verschiedenen Angaben und Faktoren überprüft. Bei einer natürlichen Person sind dies unter anderem die aktuelle Einkommens- und Ausgabensituation, dazu gehören Einkommen, Arbeitgeber, Mietaufwendungen usw. und auch die aktuelle Schuldensituation. Bei Unternehmen werden unter anderem die Geschäftsform, die Unternehmensplanung und das Vermögen anhand von Bilanzen überprüft. Je nach Kreditwürdigkeit wird ein entsprechender Kredit genehmigt oder auch nicht. Auch während eines laufenden Kredites werden ständig Bonitätsprüfungen durchgeführt. Verschlechtern sich diese drastisch, so kann der aktuelle Vertrag entsprechend angepasst werden oder sogar gekündigt werden.
Die gesetzlichen Regelungen hierzu findet man im § 490 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit anhand einer Bonität wird oftmals stark kritisiert, da sich eine Bonität stets an Vergangenheitswerten orientiert und nicht an Zukunftswerten.
