Creditreform
Die Creditreform ist eine deutsche Unternehmensgruppe welche als Inkasso-Dienstleister fungiert.

Neben den Inkasso-Dienstleistungen gibt die Creditreform außerdem wirtschaftliche Auskünfte.
Gegründet wurde die Creditreform am 9. März 1879. Damals bestand der Verein aus 25 Gewerbetreibenden und Händlern. Gegründet wurde er zu einem Zweck, welcher besagt, keinem Kunden mehr einen Kredit zu geben, der einem anderen Vereinsmitglied etwas schuldet. Dies war sozusagen eine vereinfachte Form der Bonitätsprüfung und der Grundsatz findet bis heute Anwendung. Seit 1928 werden zur Bonitätsprüfung auch Angaben über Jahresumsatz, Bilanzkennzahlen und Anzahl der Beschäftigten bei Unternehmen herangezogen. Während die Bonitätsprüfungen zu damaligen Zeiten sich nur auf Unternehmen beschränkten, werden seit 1990 auch Privatpersonen überprüft. Heute umfasst die Creditreform ca. 130 eigene regionale Vereine und führt 175 Geschäftsstellen in ganz Europa. Die Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe werden hauptsächlich in Firmenauskünfte und Auskünfte über Privatpersonen unterteilt. Die Datenbanken umfassen fast 22 Millionen Bundesbürger und 3,9 Millionen Auskünfte über deutsche Unternehmen. Damit zählt sie zu der größten Wirtschaftsdatenbank weltweit. Die Datenbanken geben Auskunft über sämtliche Kriterien, die bei einer Bonitätsprüfung wichtig sind. Außerdem hat die Creditreform eine Bonität in 8 Stufen der Ausfallwahrscheinlichkeit unterteilt und festgelegt. Wie bereits oben erwähnt, dient die Creditreform nicht nur als Wirtschaftsauskunft, sondern auch als Inkasso-Unternehmen. Sie hilft bei der Eintreibung offener Forderungen und bietet dabei einen umfangreichen Service an. Doch genau diese Kombination aus beiden wird oftmals kritisiert.

Durch das Auftreten als Wirtschaftsauskunft und als Inkasso-Unternehmen könnte die Creditreform die Verbraucher einschüchtern. Außerdem wird der Creditreform vorgeworfen, das einige der gespeicherten Daten nicht der Wahrheit entsprechen.